Komplett PC oder Selbstbau?

Bei einem Thema prallen Ideologien aufeinander Soll der neue Computer individuell aus sorgfältig ausgewählten Einzelteilen zusammengestellt werden oder darf es ein Komplettrechner von der Stange sein? Die Antwort Es kommt darauf an.

Individuell und schnell

Je spezieller der Einsatzzweck des neuen Rechenknechtes sein soll, desto sinnvoller kann eine individuelle Zusammenstellung sein. So schwören PC-Spieler oft darauf, aus einem reichen Fundus an Mainboards, Prozessoren, Lüftern, Speichern und Grafikkarten die für sie perfekte Kombination zu wählen. Ausreichend Fachkenntnis vorausgesetzt kann dieser Vorgang sehr viel Freunde bereiten und auch der anschließende Zusammenbau der einzelnen Komponenten ist dann mehr Hobby als Arbeit. Am Ende besitzt der Nutzer ein Einzelstück, den für die eigenen Forderungen perfekten PC. Oft spart der Eigenbau zusätzlich auch noch bares Geld, da kein Komplettsystem-Hersteller zusätzlich die Hand aufhält und keine Teile verbaut sind, die nicht benötigt werden. Nachteil Ohne wirklich gute Fachkenntnisse beim Zusammenbau und ohne einen umfangreichen Überblick über den Markt der PC-Komponenten kann ein solches Projekt schnell scheitern. Eine Garantie auf das Funktionieren des kompletten Rechners gibt es beim Eigenbau-Projekt nicht. Wenn der PC nicht funktioniert, muss die fehlerhafte Komponente selbst herausgefunden und reklamiert werden.

Komplettrechner Markenware ohne Reue

Die meisten Anwender entscheiden sich daher für den weniger anstrengenden Weg und erwerben einen Komplett-PC. Diese Systeme gibt es von unzähligen Herstellern mit sehr unterschiedlichen Leistungswerten und Preisen. Vom Büro-PC bis hin zur Videoschnitt-Maschine findet sich in den Regalen der Onlinehändler und Elektrodiscounter für jeden Anwendungszweck der richtige Computer.

So gibt es fast lautlose und preiswerte Office-Systeme wie den Acer Aspire Revo, der auf Netbook-Komponenten setzt. Für weniger als 300 Euro bekommt man so ein für Textverarbeitung und Internet ausreichend schnelles Gerät, das dazu klein genug ist, um einfach hinter den Monitor geschraubt werden zu können. Mehr Leistung vor allem bei modernen Multimediainhalten versprechen indes Midi-Tower-Systeme mit schnellen Intel-Core-Prozessoren, viel Speicher und unzähligen Schnittstellen. Gute Allrounder wie der Medion Akoya A486D beeindrucken mit viel Rechenleistung und ausreichend Grafikleistung für den spielenden Nachwuchs. Im Gegensatz zu den Selbstbau-Computern gilt die Gewährleistung bei einem Komplettcomputer auf das komplette Gerät – fällt ein Teil davon aus, muss der Hersteller herausfinden, an welcher Stelle der Fehler sitzt. Einige Geräte richten sich mit speziellen Serviceoptionen auch direkt an professionelle Anwender, so bieten Hersteller wie HP oder Dell schnell reagierende Serviceteams, Vor-Ort-Reparaturen und einen umfassenderen Service bei einigen ausgewählten Computern. Dieser erweiterte Service kostet allerdings zumeist auch eine stolze Zusatzsumme, für geschäftlich genutzte Computer kann sich die Investition allerdings schnell rentieren.